Wie viel bar sollte in einem Mountainbike-Reifen sein?

Zuletzt aktualisiert: 22. August 2026 · von Voordeelbanden

Mountainbike-Reifen sind breit und benötigen einen relativ niedrigen Druck, um auf losem, unebenem Untergrund Grip zu halten. Der richtige Druck liegt deutlich niedriger als bei einem Stadt- oder Rennrad.

Richtwert für ein MTB

Ein Mountainbike-Reifen fährt man in der Regel zwischen 1,5 und 2,5 bar, also 22 bis 36 psi. Breitere Reifen und Tubeless-Aufbauten liegen eher am unteren Ende dieses Bereichs, schmalere Reifen mit Schlauch eher am oberen Ende. Litespeed und andere Hersteller betonen, dass ein niedrigerer Druck den Reifen stärker verformen lässt, sodass er über Wurzeln und Steine rollt, anstatt darüber zu hüpfen. Bei Tubeless können Sie ohne Risiko eines Snakebite-Defekts noch weiter heruntergehen, manchmal bis unter 1,5 bar. Der genaue Bereich steht auf der Seitenwand des Reifens und variiert je nach Marke und Reifenbreite. Da ein MTB deutlich niedrigere Drücke verwendet als ein Stadtfahrrad, ist ein Manometer, das diesen niedrigen Bereich genau anzeigt, wichtig.

Anpassung an den Untergrund

Der Untergrund bestimmt weitgehend den idealen Druck. Auf harten, trockenen Wegen oder Asphalt kann der Druck etwas erhöht werden, um den Rollwiderstand niedrig zu halten. Auf losem Sand, Schlamm oder nassen Wurzeln lässt man dagegen Luft heraus, für eine größere Kontaktfläche und mehr Grip. Eine Faustregel ist, den Druck pro Fahrt auf den schwierigsten Untergrund abzustimmen, den man antrifft, nicht auf den einfachsten. Messen Sie den Druck mit einem Manometer, denn ein Unterschied von ein paar Zehntel bar ist bei einem MTB bereits deutlich in Grip und Komfort spürbar. Viele Mountainbiker experimentieren pro Strecke mit Schritten von 0,1 bis 0,2 bar, bis sie den Druck finden, der gerade nicht mehr gegen die Felge drückt, aber maximalen Grip bietet.

Breite und Reifentyp

Moderne Mountainbikes fahren auf Reifen von 2,2 bis 2,6 Zoll Breite und manchmal breiter. Je mehr Volumen, desto niedriger der benötigte Druck, um denselben Komfort und dieselbe Tragfähigkeit zu erreichen. Ein 2,4-Zoll-Reifen kann bei demselben Fahrer getrost einen halben Bar niedriger stehen als ein 2,1-Zoll-Reifen. Auch die Karkasse spielt mit: Stiff Reifen mit einer dicken Pannenschutzschicht dürfen etwas weicher sein als dünne, flexible Reifen, da sie weniger schnell durchschlagen. Ein Reifen mit einer stabilen Seitenwand schwankt bei niedrigem Druck auch weniger als ein flexibler Faltreifen. Überprüfen Sie zur Sicherheit immer den Druckbereich auf der Seitenwand Ihres eigenen Reifens, denn der ideale Wert hängt von Breite, Karkasse und davon ab, ob Sie mit Schlauch oder tubeless fahren.

Folgen eines falschen Drucks

Zu hart aufgepumpt macht ein Mountainbike nervös: Der Reifen springt über Hindernisse und verliert Grip, besonders in Kurven und bei Abfahrten. Zu weich mit Schlauch erhöht die Gefahr eines durchgeschlagenen Schlauchs (Snakebite), bei dem der Reifen gegen die Felge gedrückt wird und der Schlauch zwei Löcher nebeneinander bekommt. Bei Tubeless äußert sich ein zu niedriger Druck in einem schwammigen, schwammigen Lenkverhalten und dem Risiko, dass der Reifen in einer Kurve von der Felge rollt. Bei einem harten Schlag kann ein zu weicher Reifen auch die Felge beschädigen. Überprüfen Sie daher vor jeder Fahrt den Druck und passen Sie ihn an Untergrund, Gewicht und Reifentyp an, sodass Sie im sicheren Bereich des Reifens bleiben.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel bar in einem 26-Zoll-Mountainbike-Reifen?

Für einen 26-Zoll-MTB-Reifen von 2,0 bis 2,4 Zoll Breite sind 1,5 bis 2,5 bar üblich. Schauen Sie auf die Seitenwand für den Bereich, der für Ihren Reifen gilt, und passen Sie ihn an Untergrund und Gewicht an.

Darf ein Tubeless-MTB-Reifen niedriger als 1,5 bar?

Ja, tubeless kann man oft niedriger pumpen als mit Schlauch, manchmal bis etwa 1,2 bar, da es keinen Schlauch gibt, der durchschlagen kann. Bleiben Sie jedoch über dem Druck, bei dem der Reifen schwammig zu schwanken beginnt oder von der Felge zu rollen droht.

Warum fühlt sich mein MTB-Reifen hart an, aber der Grip ist schlecht?

Dann steht der Reifen wahrscheinlich zu hart für den Untergrund. Lassen Sie ein paar Zehntel bar heraus und testen Sie erneut: Der Reifen sollte sichtbar über Unebenheiten federn.

Quellen

Prüfen Sie Ihren eigenen Reifen. Lesen Sie die Größe von der Seitenwand Ihres aktuellen Außenreifens ab; Ausführungen und Modelljahre unterscheiden sich.